Geschichten von Bären und Katzen
 
aufgeschrieben von  Erika Herkt-Skupin

 

Otto muss in die Bärenklinik
 

Armer Otto, er hat Genickbruch. Wie konnte das nur geschehen?

Otto, der Bär, durfte verreisen. Sein Onkel nahm ihn mit nach Hannover. Mit der Eisenbahn. Vorn ihm Führerhaus durfte er mitfahren. Denn Ottos Onkel ist Lokomotivführer. Das war soooo aufregend. Otto freute sich riesig auf die Großstadt. Am Bahnhof wartete schon seine Tante mit den beiden Kindern Susi und Fritz.

Otto verlebte wunderschöne Ferien. Doch eines Morgens wollte Fritz mit Otto spazieren gehen. Das gefiel Susi nicht. Sie zog an Ottos Beinen. Fritz zog an Ottos Kopf. Das hält selbst der stärkste Bär nicht aus! Otto wollte noch etwas sagen, doch schon war es passiert. Fritz hatte den Kopf in den Händen und Susi den Rest von Otto. Genickbruch! Wie schrecklich!

Ottos Onkel und Tante kamen sofort, um zu helfen. Sie banden ein weißes Tuch um zwei Stöcke und legten Otto darauf, zuerst den Kopf und dann den Rest von Otto. Dann brachten sie ihn in eine Bärenklinik. Der Bärendoktor erklärte ihnen, dass ein Bär mit einer so schweren Verletzung einige Tage in der Klinik bleiben müsste. Denn Ottos Verletzung könnte nur mit einer sehr schwierigen Operation wieder in Ordnung gebracht werden.

So kam Otto in den Operationssaal. Onkel und Tante waren sehr aufgeregt und Susi und Fritz machten sich große Vorwürfe.

Otto war zwar kein alter Bär, aber sein Innenleben bestand aus Holzwolle und das machte die Sache kompliziert. Der Bärendoktor hatte alle Hände voll zu tun, um Ottos Genickbruch wieder zu heilen.

Nach zwei Wochen durfte Otto die Klinik verlassen. Es gab ein großes Bärenfest mit einem riesigen Teller voll leckerer Honigbrote und Susi und Fritz versprachen, nie wieder um Otto zu streiten.

Na ja, ......... jedenfalls nicht so, dass zwei Teile übrigbleiben.

 

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